#145 Burnout bei Müttern

Shownotes

Wenn aus Erschöpfung mehr wird als „nur müde sein“: In dieser Folge sprechen Michèle und Katharina mit Dr. Bärbel Rudolph über Burnout bei Müttern – ein oft übersehenes, aber hoch relevantes Thema der psychischen Gesundheit. Was sind typische Symptome wie Erschöpfung, Depersonalisation oder psychosomatische Beschwerden? Warum sind gerade Mütter durch gesellschaftliche Erwartungen und die Realität von Mutterschaft besonders vulnerabel? Und wie hilft das bio-psychosoziale Modell, die Entstehung von Burnout besser zu verstehen? Gemeinsam schauen sie auf Wege aus der Überlastung: von früher Unterstützung, passender Therapie und Selbstfürsorge bis hin zu Mutter-Kind-Kuren und individuellen Lösungen. Auch der oft unterschätzte Gender Bias in der Müttergesundheit wird kritisch beleuchtet.

Eine Folge, die einlädt, genauer hinzusehen – und Mütter ernst zu nehmen. Wenn dich diese Episode berührt, teile sie gern und abonniere Mamafürsorge, um keine Folge zu verpassen.


Mamafürsorge


von Katharina und Michèle

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    NEWS
    Im Februar 2026 erschienen unsere neuen Bücher
  • “Wenn kleine Seelen leiden: So begleitest du dein Kind bei psychischen Belastungen” (Michèle Liussi, Humboldt Verlag)
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  • Entdecke weitere Mamafürsorge-Bücher unter [https://mamafuersorge.com/mamafuersorge-buecher/](https://mamafuersorge.com/mamafuersorge-buecher/)


Intro/Outro: 🎵Musik: “Carefree Folk” von MagpieMusic - gefunden auf Pixabay Music

https://pixabay.com/music/upbeat-carefree-folk-191681/

Transkript anzeigen

00:00:02: Ich kann nicht mehr.

00:00:03: Diesen Gedanken kennen wir vermutlich leider alle, aber wann ist es denn wirklich so?

00:00:08: Dauerhaft!

00:00:09: Burnout bei Müttern bleibt oft unerkannt sowohl von den Betroffenen selbst als auch im Umfeld und sogar von Fachpersonen.

00:00:16: Die Folgen von jahrelanger Erschöpfung sind oft gravierend für die Frauen und auch fürs Familiensystem.

00:00:21: Dr.

00:00:21: Bärbel Rudolf, Fachärztin für psychosomatischen Medizin und Psychotherapie hat jetzt ein Buch darüber geschrieben.

00:00:26: Sie zeigt darin warum besonders Mütter Burnout gefälligt sind und wie wichtig es ist die Belastung endlich sichtbar zu machen.

00:00:33: Börbel Wallaneer ist Oberärzt in dem stationären und teilstationären Bereich mit dem Schwerpunkt Depressionen und Burn-Out Tätik.

00:00:39: Heute hat sie eine eigene Praxis am Starnberger See mit Schwerpunkten Müttern Gesundheit.

00:00:43: Sie ist selbst Mutter von zwei Kindern.

00:00:45: Die Förderung der psychischen Gesundheit von Müttern und solchen, die es werden wollen ist eines ihrer Herzensthemen genauso wie die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen.

00:00:54: Ein richtig gutes Match mit Mama für Sorge würde ich sagen und deshalb freuen wir uns sehr dass wir heute mit Bärbel über Burnout bei Muttern sprechen können.

00:01:02: Hallo

00:01:03: und herzlich willkommen zum Mama Für Sorge

00:01:05: Podcast!

00:01:06: Der Podcast will alle Seiten in der Mutterschaft.

00:01:09: Hier sprechen wir mit unseren Gästen über die schönen, aber auch über die schwierigen Aspekte des

00:01:15: Mama-Signs.

00:01:16: Ganz ohne Trabus!

00:01:18: Wir

00:01:19: das sind Michelle, Mama Psychologin Autorin und fachliche Leitung bei den frühen Hilfen in Tirol Und Katharina ebenfalls Mama AutorInn und Kämpferin für die psychische Gesundheit von Müttern.

00:01:31: Herzlich

00:01:32: Willkommen Bei uns!

00:01:36: Schön dass du da bist.

00:01:37: Ich freue mich auch sehr zu sein.

00:01:38: Vielen Dank für die Eingang.

00:01:41: Genau, also ich habe schon gesagt wir kennen alle dieses.

00:01:44: Ich kann nicht mehr diesen Gedanken.

00:01:47: Aber das ist ja nicht Gott sei Dank nicht immer gleich ein Burnout weil wir auch so im Alltag immer mal wieder an unsere Grenzen kommen.

00:01:54: aber wenn wir jetzt heute darüber sprechen müssen wir glaube ich einmal fragen wie äußert sich denn ein Burn-Out bei Müttern wirklich?

00:02:03: Also dazu kann man sagen, dass es bei Burnout beim Müttern genauso wie bei anderen Burn-Out Zuständen drei sogenannte Hauptsymptome gibt.

00:02:11: und bei Mütter kommen aber dann noch zwei weitere wichtige Symptomkomplexe dazu.

00:02:17: Diese drei Hauptsymtome sind einmal chronisch als wirklich anhaltendes Beschöpfungsgefühl.

00:02:24: Viele Frauen beschreiben das so mein Akku ist leer die Batterien sind aus Ich bin leer, so wird das oft dargestellt.

00:02:34: Dann der zweite hat ein bisschen spezifischen Begriff d.h.

00:02:39: Depersonalisation und klingt kompliziert.

00:02:42: heißt dass Frauen in diesem Burnout-Zustand oder Mütter an diesen Burnoutzustand sich auf dreizbar auch zynisch fühlen oder auch so auftreten angeben, das Gefühl für sich selber verloren zu haben.

00:03:01: Also so ich bin gar nicht mehr ich selbst, ich kenne mich sogar nicht so wird es oft beschrieben.

00:03:06: Das dritte ist das permanente Gefühl nicht hinterherzukommen Nicht genug Leistung zu bringen.

00:03:13: Und zwar sowohl die tatsächlichen Aufgaben betreffend, das sind ja häufig Aufgabemengen und Aufgabenvölle aus verschiedenen Lebensbereichen aber auch die sogenannte Mental Load glaubt der Begriff ist mittlerweile ganz gut bekannt also die unsichtbaren inneren Aufgaben Die eben auch eine große Rolle spielen gerade bei Müttern und viel Stress auflösen können.

00:03:33: Das sind die drei Hauptsymptome.

00:03:35: Und was bei Müttern nach meiner klinischen Erfahrung eben oft dazu kommt, sind noch zwei weitere Bereiche, die das auch zu einem spezifischen Thema werden lassen und zwar einmal psychosomatische Beschwerden, die dann oft eben auch verkannt werden – also das kann sein Herzrasen, Druck auf der Brust, Verdauungsstörung, Hautprobleme, Dauerendverspannung, dauernd Infekte oder ganze komplex an chronischem Stress-Symptomen.

00:04:00: Und das weitere, was mir häufig in den Behandlungen begegnet ist auch Störungen der Mutter-Kind-Interaktion.

00:04:08: Das macht es spezifisch anders als andere Burnoutzustände, dass eben auf die Beziehung zu den Kindern zunehmend gestört sein kann gerade wenn das eigene Stresslevel irgendwann zu hoch wird Und in der Folge dann erst, also Burnout selber und das vielleicht auch noch ganz klar am Anfang zu sagen ist erstmal keine psychische Erkrankung sondern es ein sogenannte Risikozustand.

00:04:31: Und ich möchte mich eben sehr dafür einsetzen, den auch wirklich ernst zu nehmen.

00:04:35: Dass der auch im Gesundheitssystem angenommen wird von Behandelern ernst genommen wird.

00:04:39: Weil da kann man einfach auch gut noch gegensteuern.

00:04:42: und wenn man aber lang genug wartet, kann man sozusagen sicher sein dass aus diesem Physikuzustand auch ernstzunehmende psychische oder auch körperliche Erkrankungen werden wie zum Beispiel Bluthochdruck ist einfach ein Klassiker der aus einer langen Stressbelastung entstehen kann.

00:04:57: Aber was die Psyche angeht sind sehr häufig Erkrankungen und depressive Erkankung.

00:05:06: Ich nicke, ich bin ja fleißig weil ich nämlich glaube ich also jetzt im Rückblick diesen Burnout-Zustand hätte erkennen.

00:05:14: also jetzt würde ich ihn besser erkennen oder wenn er erkannt worden wäre dann vielleicht ein bisschen was erspart gibt.

00:05:19: aber ja kann man zum Nachgang sich darüber ärgern oder so wie wir sagen wir reden drüber dass es eben anderen Leuten anders geht.

00:05:29: Jetzt hat man ja Burnout meistens mit, ich glaube so den vierzig-fünfzigjährigen Managern in großen Firmen in Verbindung gebracht.

00:05:40: So war es viel glaub' ich dann auch so in aller Munde.

00:05:43: Das sind die Burnouts Gefährdeten und bei Müttern ist das ja noch total unterschätzt als Thema und Problem

00:05:52: oder?

00:05:53: Genau, als Thema und Probleme.

00:05:54: Aber auch der Begriff wird da nicht so gern verwendet.

00:05:57: Mir ist das selber jetzt seit ich mich mit dem Thema Beschäftiges schon häufig begegnet.

00:06:02: Da gibt es in der Tat schon eine Gender-Bias muss man sagen also wenn man sich mit männlichen Kollegen, also auch durchaus aus einem eigenen Fachbereich unterhält geht mal ganz schnell in so ein fachliche Diskurs.

00:06:12: ja darf man das nennen?

00:06:13: muss man da jetzt nicht chronische Stressbelastung sagen oder Überlastungen?

00:06:17: Also man will diesen Phänomen schon gar keinen Namen geben selbst in Fachkreisen weil immer wieder dieser Berufsaspekt genannt wird, so ist es auch an den Diagnosekriterien gerade in einem neueren Klassifikationssystem vorgesehen.

00:06:29: Aber ich setze mich dafür ein zu sagen naja nur weil jemand Teilzeit arbeitet was übrigens die Mehrheit aller Mütter in Deutschland tut, ist das ja nicht keine Arbeit.

00:06:38: also das kann man ja nicht gleichsetzen und sagen drum passt es nicht.

00:06:42: und die Fülle an Arbeitsbelastung entsteht eben bei Müttern typischerweise aus der Kombination Aus bezahlter Arbeit und unbezahlter Arbeit.

00:06:50: Und würde mein Bekehrarbeit auch aus Arbeit deklarieren, hätte man die Diskussion hiermit schon beendet?

00:06:55: Ja das habe ich mir auch gerade gedacht.

00:06:56: ja wir arbeiten ja trotzdem.

00:06:59: Und zwar vielen mehr Stunden rund um die Uhr.

00:07:02: Also meine Menge der Arbeitslänge ist sozusagen häufig in der Tat einfach sehr hoch.

00:07:08: vor allem die Regenerationszeiten fehlen in der Regel.

00:07:11: Das macht dann auch irgendwann das als macht es zum Gesundheitsproblem.

00:07:18: Und wenn es jetzt noch nicht so mit dem Labeling schwierig ist, aber wie häufig ist das?

00:07:24: Es ist ein bisschen schwierig zu beantworten.

00:07:26: Du hast es auf den Punkt getroffen Wenn man keinen etablierten Fachbegriff hat und auch kein etablertes Diagnosesystem hat kann man nicht ernst nehmen von Prävalenzen Leben von Häufigkeiten, dann würde man irgendwie so aus dem Bauch rauszahlen nennen.

00:07:40: Also darum zahlen zu nennen kann ich nicht und möchte auch nicht.

00:07:44: aber ich kann vielleicht einmal das Mutter-Genesungswerk, das ist ja in Deutschland was Spezifisches zitieren, das sind die mit Mutterkindkuren.

00:07:53: also da gibt es durchaus Zahlen und da gibt's zum Beispiel Zahlen

00:07:56: wie

00:07:58: Es sind also mehrere Millionen Mütter, die als gut bedürftig eingestuft werden und trennt steigend.

00:08:04: Das sieht man dann unter anderem an den Anmeldezahlen und vor allem auch an den... dauern, wie lang es dauert überhaupt zum Kohrplatz zu kriegen.

00:08:11: Es mittlerweile übern Jahr und die Indikationen sind dann aber auf Psyche oder Muskel-Skeletal-Systeme.

00:08:17: Also da kann man so ein bisschen zahlen nennen.

00:08:20: Das waren in dem Jahr zwei Tausend acht zum Beispiel ungefähr zwei Millionen Mütter, ja?

00:08:24: Die da so eingeordnet wurden wohl gemerkt auch die wo es dann ernst genommen wurde und angemeldet wurden.

00:08:29: Ich würde jetzt so aus der Klinik und auch aus meinem persönlichen Umfeld sagen das ist denke ich die Mehrheit der berufstätigen Müttern.

00:08:37: betrifft ist auch oft die nicht berufstätigen Mütter, weil sie oft dann andere Herausforderungen haben unter anderem das Thema der fehlenden Wertschätzung in allen Lebensbereichen.

00:08:46: Also auch die können übernott bei Betroffen sein.

00:08:49: aber jetzt gerade die berufsätigen müttern auch gerade mit kleinen Kindern würde ich sagen gibt es sehr viele bis hin zum Großteil die sagen Mensch ich bin oft an meiner Belastungsgrenze so wird das dann oft wenn man sich umhört auf dem eigenen Bekannten Kreis benannt.

00:09:06: Und eben, was ich total spannend finde und mich auch damit beschäftigt habe ist es unabhängig von der Stundenzahl wie viel ich arbeite und es ist unabhänglich von der Kinderzahl.

00:09:15: Weil da wird nämlich oft relativiert.

00:09:17: also scheinbar kann man mit einem Kind nicht so burn out gefährdet sein wie mit drei und mit fünfzehn Stunden Arbeit nicht so gefährdet seien wir als Leitungspersonen die vielleicht dreißig Stunden plus arbeitet.

00:09:28: Also da scheint irgendwie so ein Kategoriensystem zu laufen das aber Wer keinerlei Rellengrundlage entspricht, auch kein Diagnose-System entspürt.

00:09:37: und eben wichtig nicht jede Belastungskränze ist eben ein Krankheitszustand wie eingangs schon aufgeführt.

00:09:45: Aber ich finde doch man muss diesen ernst zu nehmen Risikuzustand wirklich sehen und rechtzeitig.

00:09:52: Und da war es auch meine eigene Erfahrung in der Coronazeit als Oberarztin, in der Klinik.

00:10:00: diese Feststellung Mensch, wow wie viele Mütter gerade mit kleineren Kindern kommen erst wenn wirklich gar nichts mehr geht im Behandlung.

00:10:07: Moment gar nicht mehr geht mein ich.

00:10:09: Suizidalität, Substanzmessbrauch Alkohol und zwar ganz normale Frauen aus ganz normalen Schichten, die einfach sich dann versucht haben eine Weile noch selber zu helfen.

00:10:21: Und das fand ich immer sehr bedrückend dass da so lange geschaut wird bis dann mal was passiert.

00:10:32: Das heißt aber der zusammenhängende Fakt durch die Mutterschaft weil die Anzahl der Kinder die Arbeit die Stunden das alles ist wie du auch sagst relativ Durchschnittlich oder durch die Bevölkerung weg, die Frauen also jetzt auch nicht irgendwie der Bildungsgrad oder sonst was Großer.

00:10:50: Sondern Mama sein ist das, was uns über die Belastungsgrenzen bringt.

00:10:59: Also ich war ja auch in der Klinik und da landet man ja nicht so sondern dann geht es einem wirklich schlecht ... mit meiner Wochenbettdepression und das kann ich auch.

00:11:10: Also alles, was du jetzt auch nennst ne?

00:11:12: Was...was ich da gesehen hab.

00:11:16: Wo ich mir dachte, der Mensch... also da hatte ich ja noch irgendwie Glück.

00:11:19: aber wie kann das so lang...?

00:11:22: Wie hat man die Frauen so lange allein gelassen mit der Sache, ne?

00:11:25: Das hat mich auch...also viele Jahre später beschäftigt mich das auch immer wieder auch immer noch.

00:11:37: Wir haben

00:11:37: jetzt glaube ich schon... Sorry!

00:11:41: Mach du Katharina

00:11:43: Wir haben jetzt, glaube ich – das ist schon angeschnitten und das hat mich auch nicht mehr gemeint.

00:11:48: Die Mutterschaft ist das was diesen Burnout dann ja auch verursacht, diese neue Rolle.

00:11:56: Warum sind denn Mütter?

00:11:59: Warum ist dieser Lebensabschnitt oder diese neuerolle?

00:12:02: Warum is die so vulnerable und warum gehen wir da so nah an unsere Belastungsgrenzen

00:12:09: ran?".

00:12:10: Also einmal ganz wichtig, es muss nicht immer der neue Lebensabschnitt sein.

00:12:13: Der neue Lebensabschritt ist dann eher Thema auch postpartiale Depressionen.

00:12:17: Da sieht man das klinisch häufig aber es kann eben in allen Bereichen der Mutterschaft vorkommen mit ganz kleinen Kindern größeren und häufig sieht man gerade in Behandlungen Frauen die selber im Wechsel sind wo die Kinder schon groß werden.

00:12:32: Das ist ja häufig zeitgleich Und da kommt man jetzt gleich zu einer Besonderheit schon auch jetzt eben die Mütter betreffen und nicht die Väter.

00:12:41: Und um das gut zu umgreifen, kann man Ein Krankheitsmodell erst mal zitieren, das auch sehr üblich ist.

00:12:50: Das auch anerkannt ist, dass es seit den Siebzigerjahren auch gibt, um Herrn Engels Ursprung Milch geprägt wurde und das ist das biopsychosoziale Entstehungsmodell.

00:13:00: Und das passt wirklich perfekt für die Burnout-Erstehungen bei Müttern weil es geht eben nicht um eine Einzelursache zum Beispiel ich bin gerade untergeworden jetzt habe ich ein Burn out sondern es geht immer um das Zusammenspiel von diesen sogenannten biologischen Faktoren vom psychologischen um soziale Faktoren.

00:13:18: Und diese Mischung kann da gerne auch noch ein paar Beispiele aufzeihen, wenn es interessant ist.

00:13:23: Die macht das dann eben erst quasi zum Problem und individuell ist die einzelne Gewichtung höchst unterschiedlich.

00:13:29: Hoffentlich ist was Typisches.

00:13:32: Also biologisch heißt zb.

00:13:33: die Hormone?

00:13:35: Ganz genau!

00:13:36: Biologisch heisst zb die Hrmone ja.

00:13:39: Das kann einfach im Monatszyklus schon die hormonellen Veränderungen sein.

00:13:45: starken Phasen der Hormonumstellung eine Rolle spielen, Sprichgeburt abstellen.

00:13:50: Dann eben Wechseljahre gibt es ja bei Frauen einfach immer wieder so auch stärkere Hormonen Umbruchszeiten.

00:13:58: dann aber auch biologisch ist auch zu werden Schlafmangel.

00:14:01: Wie viele Frauen haben gerade mit Kindern manchmal sogar jahrzehntelang Schlafmangel?

00:14:06: Das gibt es gar nicht selten, dass man Frauen dann im Wechsel trifft und sie fragt wie sie schlafen.

00:14:10: Und dann erzählen die einem, naja eigentlich schlafe ich schon seit der Geburt meines ersten Kindes nicht mehr gut und dann ist das erste Kind aber einundzwanzig!

00:14:18: Ja, also es ist so.

00:14:19: Und das gibt's gar nicht selten dass diese Schlafmannenzustände was auch zur Biologie zu zählen ist oft halt total langsinn und entsprechend natürlich wirken.

00:14:29: ja dann wird aber auch sowas kommen was jetzt wieder eher Frauen mit kleinen Kindern betrifft dass ich chronisch verspannt sein kann, chronisch Kopfschmerzen kann.

00:14:36: heute tragen die Mama alle ihre Babys ständig rum.

00:14:39: wenn ich das fast den ganzen Tag mache und das Kind vielleicht schon langsam recht groß ist wow kann sich vielleicht einfach handfest verspannt sein, Mütter essen und trinken dann oft selbst unregelmäßig.

00:14:51: Achten nicht auf eigene Bewegung!

00:14:53: Also all diese Faktoren werden biologische Faktorien.

00:14:56: Psychologische Factoren.

00:14:57: ist dann alles so im Bereich schaffigsten Gleichgewicht zu halten meine emotionalen Belastungen und Ressourcen also die Kraft Quellen gut auszutarieren?

00:15:07: oder habe ich zum Beispiel einen erhöhten Perfektionismus?

00:15:09: Habe ich ungünstige Glaubenssätze?

00:15:12: Das wären alle psychologische.

00:15:15: oder habe ich eigene biografische Themen, die da jetzt gerade aktiviert werden in dieser neuen Rolle.

00:15:20: Und die sozialen Faktoren auch, die werden meiner Meinung nach unterschätzt und glaube, die müssen man erst am eigenen live spüren um sie zu merken, worum es da geht.

00:15:29: Da geht's eben einmal wirklich um reale Ungleichverteilungen von ebenkehrarbeit, Berufstätigkeit, Betreuungssystem und aber auch der Faktor das Sozial eben oft in Deutschland auch gerade Fremdbetreuung nicht gut etabliert ist.

00:15:44: Und die Betreuung hört ja in der Regel im Moment noch ein Kindergarten dann auf.

00:15:49: Also, die Grundschule endet hier am Dorf, elf Uhr und zwanzig hört die Grundschule im Moment regelhaft noch aus.

00:15:56: Klar es gibt Hortplätze aber auch die sind meistens nicht für alle Kinder offen oder vorhanden.

00:16:04: Wir tun immer so als hätten wir jetzt gute Betreuungssysteme.

00:16:07: Also real sieht das anders aus.

00:16:09: und eben auch, ob es dann überhaupt etabliert ist oder Frauen mit Kindern die arbeiten.

00:16:13: Ständig so subtil... Druck auch erleben.

00:16:16: Das ist mir selber gerade in der Leitungsposition auch passiert, jetzt in der Praxis passiert mir das nicht mehr und ich die Fakte nicht weniger arbeite.

00:16:26: aber vorher ist mir das oft passiert und zwar auf ganz subtile Art wird man immer wieder gefragt Mensch es ist nicht so viel und geht's den Kindern denn gut?

00:16:34: Und was ist denn jetzt mit deinen Kindern wenn du arbeitest?

00:16:37: Ja und das sind diese sozialen Druckfaktoren für Frauen neben auch finanziellen Themen ja geringere Einkünfte et cetera her, da könnte man jetzt wieder zu sagen.

00:16:56: Das finde ich total spannend weil dieser unterschwellige Druck den verspürt immer noch und wir haben vorhin vorgesprächsgegriffen wie lang es uns im Podcast schon gibt sehr lange.

00:17:06: Wie lange beschäftige ich mich mit dem Thema?

00:17:08: Und habe Bücher dazu gelesen und lektoriert.

00:17:11: das ist wirklich mein Thema.

00:17:12: und trotzdem ist in meiner Therapie immer noch Thema dass ich sage manchmal fühle ich mich so schlecht dass sich die Kinder eine Betreuung geben.

00:17:20: Da ist es dann auch immer so spannend, weil das so unterschiedlich auch ist zwischen Stadt und Land zum Beispiel.

00:17:24: Also ich wohne nicht auf dem Land, aber es ist ländlich.

00:17:28: Man wird sich jetzt eigentlich hier im Umfeld beschweren.

00:17:32: Aber da finde ich das viel stärker als z.B.

00:17:36: in der Großstadt oder so bei Freunden von mir, die in der Großstadt leben.

00:17:39: Aber offensichtlich passiert mir das immer noch, dass ich das oft so unterschädigt zu hören bekomme, dass es auch nach Jahren immer noch Thema ist immer wieder bei mir aufkloppt.

00:17:48: Und was das für ein Stressfokus sagt die ganze Zeit, weil man ja immer denkt ist eigentlich falsch.

00:17:56: Also Stress und Schuldgefühle und das ist eben auch etwas sehr Spezifisches, ja?

00:17:59: Immer das Gefühl ich mache es vielleicht falsch Selbstweife.

00:18:04: Jeden Suffizienz erleben nennt man das auch in der Fachsprache.

00:18:07: Ja, ich bin

00:18:09: hinterher oder bin nicht gut genug.

00:18:12: Es

00:18:12: waren allen Lebensbereichen.

00:18:13: dann

00:18:15: Ja, und man merkt es ja auch manchmal einfach schon an der Reaktion.

00:18:18: Also ich bin ja auch in der Teamleitung bei den frühen Hilfen mit achtundzwanzig bis dreißig Stunden die Woche irgendwie nicht das sage.

00:18:27: Schon allein also direkt so viel.

00:18:31: Und dann geht... Dann ist dein Sohn immer noch in der Nachmittagsbetreuung zusätzlich oder?

00:18:37: Da ist so ein Ton!

00:18:38: Da ist die ohrgezogene Augenbrau da ist die Reaktionen meines Gegenüberes wo ich merke Wahrscheinlich mache ich es gerade was falsch.

00:18:45: Also irgendwie ist das wohl nicht richtig, was ich möchte.

00:18:48: Ja

00:18:48: also kann ich total und also kann Ich auch so bestätigen und auch jetzt was greifbares dass eines ja quasi so das erleben und des anderes was greifebares?

00:18:58: Ich habe sehr gestaunt wie ich das erste mal gehört hab dass der Begriff der Rabenmutter der ist ja schon sehr verbreitet hier zu landen entweder direkt oder subtil, das ist ein deutscher Begriff.

00:19:07: Also dann gibt es im angloamerikanischen Raum nicht.

00:19:10: Manchmal wird ja das deutsche Wort so wie Kindergarten mit einer Rabenmutter manchmal

00:19:14: zitieren.

00:19:15: Es gibt es einfach nicht.

00:19:16: und auch dieses Phänomen dass eine berufstätige Mutter per se ein bisschen komisch ist in der Wahrnehmung.

00:19:21: also ums jetzt ganz plakativ zu wundern.

00:19:24: Ja, in skandinavischen Ländern leben und in Frankreich leben.

00:19:31: Also die wissen manchmal gar nicht wovon man spricht weil sie es einfach selber nicht erleben, weil also meine Betreuung einfach selbstverständlich ist hückig und nicht ständig eine Frage gestellt wird eben auf diese durchaus meisten subtile

00:19:44: Art.

00:19:46: Aber so richtig offen wird mir nicht kritisiert aber das ist halt so unterschwellig.

00:19:53: Ja, spannend.

00:19:54: Die deutsche Sprache ist manchmal nicht so wirklich schön weil wenn es dann Rabenmutter und Schadenfreude ist ja auch so ein Wort das es in anderen Sprachen nicht gibt Dann fragt man sich schon was ist denn los

00:20:06: mit uns?

00:20:08: Warum

00:20:09: brauchen wir Walter dafür?

00:20:12: Kleine Exkurs in die deutschen Sprache Sehr gut Okay Wenn man jetzt Dass er sich so angehört hat oder merkt eben, ich bin dauernd erschöpft.

00:20:28: Ich kann nicht schlafen.

00:20:29: Mein Körper ist komplett durcheinander im Magenschmerz und psychosomatisch wie du gesagt hast Verspannungen, chronische Kopfschmerzen und so.

00:20:38: Und ich befürchte...ich möchte mir Hilfe suchen!

00:20:41: So kannst du nicht weitergehen.

00:20:43: Was wären denn dann meine besten Wege?

00:20:48: Also erstmal ist es dann schon mal klasse, wenn man das merkt.

00:20:51: Ich glaube das ist schon alles allerwichtigste.

00:20:53: Wenn man das ernst nimmt sagt wow mir geht's nicht gut und schon länger.

00:20:59: und da schaut man nicht einfach zu und lässt das weiter laufen sondern man nimmt es ernst.

00:21:04: Und dann ist ein Weg, der in der Tat dann in der Regel der Erste ist, dass man sich beim Hausarzt vorstellt oder Hausärztin vorstelt.

00:21:13: Also es sich an die Prämierversorgung wendet... je nach Ausbreitung auch noch gar nicht notwendig und manchmal auch gar nicht möglich, direkt zu einem Psychologen oder einen Psychotherapeutin zu gehen.

00:21:24: Aber erst mal der Weg zum Hausarzt ist durchaus zu empfehlen und auch zu schauen erstmal auch Abklärungen zu machen.

00:21:30: Das würde ich auf jeden Fall empfehle.

00:21:32: man kann auch erschöpft sein wenn man chronische Schildtrüssenprobleme hat.

00:21:35: Man kann auch erscheppt sein wenn eine unerkannte Tumorerkrankung hat.

00:21:38: das ist selten aber es gibt es auch und durchaus auch in dem Alter Und man soll nicht alles dann gleich sozusagen so ein bisschen psychologisieren.

00:21:47: Also der ganze Hausarzt ist auch unter diesem Aspekt oder Eisenmangel kann man gut behandeln.

00:21:53: Da sollte mal einfach Abklärungen laufen, um andere Dinge auszuschließen und manchmal reicht dann ja auch schon ein stützendes Gespräch im Sinne von... Man nimmt das ernst und schaut gemeinsam wie kann man es verändern?

00:22:07: Setzt natürlich voraus dass der Arzt die Hausärztin eine gewisse Offenheit mitbringt und da nicht abgewiesen wird was leider auch manchmal vorkommt, dann fällt schlicht muss man sagen so eingeordnet wird.

00:22:19: Naja das ist ja nur Alltagstress und der ist ja nicht so schlimm oder er ist vielleicht sogar normal.

00:22:24: also dass da auch hingeguckt wird.

00:22:26: Das ist manchmal eine schwierige nadelöre.

00:22:29: kann es werden je nachdem auf wem er trifft und wieviel Sensibilität einfach auch da ist für Mütter Gesundheitsthemen

00:22:38: Oder gehen Sie doch mal spazieren.

00:22:39: Ich finde, du musst spazieren.

00:22:41: Oder auch sehr typisch gleich Empfehlungen reduzieren Sie gleich mal Ihre Arbeitszeit.

00:22:46: Welchen überlasteten Mann würde man das aus Erstempfehlung geben?

00:22:49: Aber mitan passiert es relativ häufig so als gelb ist nur dann diese Stellschraube.

00:22:54: Ich habe mal gehört... Haben sie schonmal versucht mit einer Freundin zu telefonieren?

00:23:01: Nein!

00:23:01: Achso auf dieser Bahn gerechnet Idee bin ich noch gar nicht gekommen aber das wird sicher

00:23:08: einmal ein

00:23:08: Problem lösen.

00:23:09: Also ganz richtig, nicht immer sind dann die Ratschläge oder die ersten Kommentare oder die Einordnungen immer so hilfreich.

00:23:17: Aber drum ist es besonders wichtig einfach selber auch gut hinzugucken.

00:23:21: Ist das jetzt nur ein vorübergehender Zustand der auch wieder weggeht?

00:23:25: Wenn ich mich jetzt eben ein bisschen mehr auf Erholung achte öfter spazieren gehe, öfter mit meiner Freundin telefoniere.

00:23:30: Das können ja gute Mittel sein.

00:23:33: Oder ist es das eben nicht mehr?

00:23:34: und wenn's das nicht mehr ist, ist es auch wichtig, dass wir zu kommunizieren.

00:23:38: Also da muss man schon auch die Frauen selber in die Verantwortung nehmen, so sagen kann ich mehr schlafen.

00:23:42: Ich habe immer diese und diese Beschwerden.

00:23:45: Ich fange ständig zu Weinen an.

00:23:47: also nennen sie die Dinge auch beim Namen.

00:23:49: das wäre glaube ich eine wichtige Information.

00:23:52: und dann was gibt es für Behandlungsmöglichkeiten?

00:23:54: Es kommt dann einfach ein bisschen auf die Schwere und die Länge der Beschwerde an.

00:23:57: und im Grunde gibts in Deutschland zum dreistufiges System ambulante Therapie Teilstationäre Therapie, wo man zu Hause schläft.

00:24:05: Das ist für Mütter oft günstig.

00:24:07: Kann auch nachteilig sein, weil man dann ja auch nie ganz rauskommt.

00:24:11: Gut manchmal gibt es einfach nicht anders.

00:24:12: Es ist gerade für Städte natürlich eine Option.

00:24:15: Ländlich gibt's das selten.

00:24:16: und die dritte Variante wenns schon schwere ausgeprägtische psychische Erkrankungen sind dann die stationären Therapien.

00:24:25: Also das wäre so ne Aufteilung Wie gesagt, das ist aber alles dann sinnvoll, wenn der Zustand schon zu lang gestanden hat.

00:24:36: Und davor würden durchaus auch Dinge helfen, die man selber machen kann wie aktiv für Pausensorgen, aktiv Akkus aufladen und immer wieder dazu überlegen ja, wie mache ich das denn?

00:24:47: Was tut mir gut?

00:24:48: Nicht was tut ihr Freundin gut sondern was tut mir Gut?

00:24:51: Das ist eine sehr individuelle Situation und letztendlich muss man auch individuell behandeln.

00:25:02: Ja und der Vollständigkeit halber würde ich gerne noch die Klügerin gibt ab empfehlen, weil für Entlastung sorgen.

00:25:10: Und gerade den Partner mehr in die Verantwortung zu holen mit Aufteilungen oder auch das Familiensystem kann vielleicht auch helfen und wer

00:25:18: da

00:25:19: gerne Hilfe haben möchte findet in unserem Ratgeber.

00:25:22: Die Klügere gibt ab vielleicht auch ein paar Tipps wie man mit dem Partner spricht wenn man sagt okay hey das müssen wir jetzt ein bisschen anders aufteilen es geht so nicht mehr dass sich das alles eine kleine Trage.

00:25:32: Dann gerne da auch reinschauen, weil das dann vielleicht auch in dieser Situation dafür sorgen kann dass man spazieren gehen kann.

00:25:39: Wenn man das möchte, als entspannt.

00:25:41: Super

00:25:41: wichtig!

00:25:42: Also ich habe bei den Anmeldungen für die stationären Behandlungen gab es gar nicht selten Frauen, die sich dann mit viel Druck von außen da doch angemeldet hatten und dann aber in der Tat sehr schwierig wurde bis sie überhaupt kamen wenn sie überhaupt kommen und es wurde dann gerne auch so Argumente gebracht wie mein Mann muss ja arbeiten also weil wir dann schon etwas perplex darstanden haben naja moment also mein Mann Muss ja arbeiten.

00:26:04: im Verhaltens zu der droht jemand gerade psychisch völlig zu dekompensieren ist ja in der Werte um schon auch fraglich, aber also wichtiger Aspekt Aufgabenteilung gerade auch innerhalb der Familie oder im Unterstützungssystem total zentralen.

00:26:19: Um wieder Luft zu kriegen so und selbst eben auch wie du sagst auch Ideen zur eigenen Ressourcenförderung überhaupt entwickeln zu können.

00:26:29: Und würdest du sagen dass Therapie erst dann wenn es schlimmer wird hilft?

00:26:36: Oder Überlastungsphase, das fände ich spannend.

00:26:41: Ich meine abgesehen davon dass es nicht immer so einfach ist ein Therapieplatz zu kriegen.

00:26:44: aber Ist das schon der Punkt wo ich sage da würde mir das helfen?

00:26:48: Also das ist eine gar nicht so einfach überantwortende Frage weil solange es in Anführungszeichen nur Burnout ist es in Deutschland per se keine Krankenkassenleistung.

00:26:56: Real ist es aber so was ich quasi noch nie erlebt habe dass jemand dem man aus Burn out erkrankt einstufen würde nicht zusätzlich eine sogenannte medizinische Diagnose hat, die im Diagnosesystem so funktioniert das deutsche Gesundheitssystem auch einen Namen hat.

00:27:11: Nämlich zum Beispiel Schlafstörungen und das allein wären Grund zur Psychotherapie zu gehen oder eben dann auch eine sogenannten Anpassungsstörung.

00:27:20: Ich kann mich im Moment mit meinen eigenen Kräften an die Situation anpassen.

00:27:26: Das wäre dann auch häufiger.

00:27:28: einen Namen für die Erkrankung oder den Zustand, den ich habe um überhaupt auf Krankenkasse Psychotherapie in Anspruch nehmen zu dürfen.

00:27:36: Ja und praktisch ist es aber in der Regel so dann wenn die Frauen kommen, dann ist in der Regel schon sozusagen der Zustand eingetreten wo eine Psychotherapie eigentlich immer sinnvoll ist.

00:27:47: Und das reichen dann manchmal auch vielleicht nur zwölf Sitzungen.

00:27:49: Das ist ne Kurzzeittherapie.

00:27:51: also je früher die Frauen kommt, desto weniger muss man eigentlich von außen professionell helfen.

00:28:01: Spannend

00:28:04: Ja, weil das höre ich halt schon ganz oft auf meinem Umfeld.

00:28:08: Wenn man dann mal offen und darüber spricht.

00:28:10: Vielleicht würde mir das auch mal gut tun.

00:28:12: Das ist ja auch ein bisschen unterschiedlich.

00:28:14: aber ich empfinde es als wahnsinnig hilfreich, das doch über sprechen mit einer Fachpersonen und das einzuordnen.

00:28:21: Ich finde das eben gut.

00:28:23: also da muss man halt zur Not Schlafstauung hin schreiben.

00:28:28: Also sehe ich wirklich so um dann zu verhindern... ärgert mich immer bei unserem System auch.

00:28:34: Da mache ich zwölf, vielleicht zwölfe Sitzungen und mir geht es besser als dass ich dann noch ein Jahr warte oder ein halbes Jahr wartet und dann brauche ich irgendwie einen Teil stationäre Aufenthalt oder so.

00:28:44: Kannst du

00:28:45: richtig?

00:28:45: Wirklich mich verbauen!

00:28:47: Vielleicht auch noch wichtig.

00:28:48: also nicht jede Psychotherapie ist dann immer auch hilfreich.

00:28:52: ja einmal muss man sich die Passung zum Therapeuten immer auch angucken da gibt's ja schon Unterschiede.

00:28:56: man muss sich da wohlfühlen bei der Person.

00:28:59: Ich finde aber auch, dass manchmal... Auch wenn der Psychotherapie gerade in den heute eigentlich üblichen Verhaltenstherapien... Bin selber Verhaltensterapeuten.

00:29:08: Darum kann ich das so sagen.

00:29:09: Manchmal dann auch wieder in der Therapie zu viel Optimierungsdenken erstellt.

00:29:14: Ich muss jetzt eben noch weiter optimieren und muss jetzt Tools haben, muss Arbeitsblätter haben.

00:29:19: Muss ja Dinge verändern.

00:29:20: Und ja, so einen gewissen pragmatischen konkreten Ansatz ist schon wichtig.

00:29:25: Aber Jetzt ein Ansatz, den ich jetzt entwickelt habe und hinter dem ich sehr stehe ist.

00:29:31: Dass es oft eher auch um eine Haltungsänderung geht die vermittelt werden sollte.

00:29:35: ja Ich bin es ich vermittel ich lerne erst mal mich selber zum Beispiel wichtiger zu nehmen.

00:29:41: Ja ich lernte das selbst für Sorge.

00:29:43: nicht heißt dass ich mein Kind schädig ist sondern dass ich mich eben auch selber stärker.

00:29:48: und Mein ansatz basiert auch ganz stark auf Selbstmitgefühlstärkung.

00:29:53: Das ist ein Fachbegriff,

00:29:55: aber das erlebe ich als sehr wirkungsvoll in der Arbeit mit Medankat.

00:30:00: Weil den fehlt's da oft und selbst mitgefühlt.

00:30:03: Sehr ein paar Schmidtfühlen mit ihrem System häufig ja?

00:30:06: Aber bei sich selbst fehlt es da und das ist dann auch eine gute Schraube wo man drehen kann ohne wieder neue Tudus vielleicht noch in der Therapie dazu haben.

00:30:15: Ja, weil das ist nämlich für Selbstversorgung.

00:30:17: Du musst jetzt jeden Morgen Yoga machen!

00:30:19: Und dann musst du dich auch super gesund noch ernähren.

00:30:21: und dann sagst du super gut für dich.

00:30:23: Du denkst so, ja ich bin froh, wenn ich überhaupt mal schlafen muss zu essen in bestimmten Phasen und die morgens aus dem Bett aufzustehen.

00:30:30: Das ist bei den Selbstfürsorgebegriffen nicht so.

00:30:32: in den letzten Jahren das haben wir auch immer wieder beobachtet.

00:30:35: Ist schon ein schmale Grad.

00:30:38: bei Leuten, die dazu neigen... sich viele Listen zu machen und die perfektionistisch abzuhaken, kann das auch ganz schön nach hinten losgehen.

00:30:46: Absolut ja!

00:30:47: Und auf diesen schnellen Tipps, diese schnellen Maßnahmen, nee ganz so einfach ist es nicht.

00:30:51: Ja nur mal schnell hier fünf Minuten atmen und ihr Leben ist neu.

00:30:55: Das stimmt einfach auch nicht.

00:30:56: Das ist auch nicht korrekt und ich hilfreich wenn ich mich dann damit dann vielleicht wieder einen neuen Druck entwickeln.

00:31:04: Ich hätte ja noch ein spannendes Zitat von der Patientin, wenn ihr das noch hören wollt.

00:31:09: Wenn wir mal extra aufbestehen, weil die hat es so gut auf den Punkt gebracht.

00:31:13: Sie war damals bei mir statt seiner Behandlung.

00:31:15: Die hat gesagt ich finde es nicht hilfreich lauter neu nur zehn Minuten am Tag Techniken zu lernen da schon so viele Tipps meinen Weg aus Mutter begleiten.

00:31:24: Ich habe mir viele Bücher gekauft und YouTube Videos angeschaut und es gibt wirklich ein großes Angebot an immer noch mehr Ideen und Optimierungshilfen.

00:31:31: Und was wohl am meisten helfen würde, wäre aus meiner Sicht wenn man als Mutter nicht ständig gespiegelt bekommen würde.

00:31:37: Dass mein Mama sein gleichzeitig ganz normal arbeiten kann natürlich idealerweise mit Karriere dazu Sommer Sport treiben alles gut organisieren gut kochen das alles am besten zur gleichen Zeit mit einem lächelnden Gesicht.

00:31:51: Ja

00:31:52: ja Amen.

00:31:54: Es wär so hilfreich Wenn Mutterschaft einfach auch unperfekt sein dürfte Weil das

00:32:01: kann man auch nicht mehr wegatmen, diese Erwartungen.

00:32:04: Nein!

00:32:05: Ja, der kann man nicht wegatmern.

00:32:08: Mich hätte jetzt tatsächlich noch kurz interessiert, weil wir vorher schon ganz kurz vom Mütter Genesungswerk gesprochen haben mit den Mutter-Kind-Kuren... In Österreich haben wir das Problem, dass wir das gar nicht haben bzw.

00:32:22: glaube ich nur einen einzigen Anbieter.

00:32:23: aber wir gucken immer neidisch nach Deutschland mit der Genesungswerke auch wenn man da jetzt so lange warten muss.

00:32:28: aber zumindest gibt es.

00:32:29: das ist nur wenn wenn wir immer so drüber reden bekomme ich das Argument entgegengeschmettert.

00:32:37: Na ja, dann ist man halt sechs Wochen raus aus dem System, also so abgekapselt da wird es schon gut gehen und dann geht man ja wieder zurück in das ganze überladene System mit Familie und Arbeit.

00:32:48: und was weiß ich?

00:32:48: Was soll das denn denn helfen?

00:32:49: Das ist ja nur wie ein Urlaub, in dem es einem kurzzeitig gut geht und nicht mehr.

00:32:56: Wie setzt du den?

00:32:59: Ich weiß, Kur ist mehr als nur eine Pause.

00:33:02: Aber wie schätzt du den Nutzen von so einer Mutter-Kind-Kur?

00:33:07: Also ich glaube

00:33:07: wenn es jetzt sechs Wochen wären, ist das durchaus schon hilfreich.

00:33:11: So ne lange Unterbrechung.

00:33:12: Häufig ist das aber kürzer.

00:33:13: Drei Wochen mal vier Wochen als sechs Wochen.

00:33:15: da muss man sehr krank sein um das Geruch zu bekommen.

00:33:20: und diese drei Wochen kurz Pausen sind in der Regel oft nicht besonders lang anhalten muss man ehrlich auch sagen, wobei ich es auch ein tolles Angebot in Deutschland finde.

00:33:29: Dass es das gibt und aber eben also wichtiger als einmal drei Wochen raus ist eben dieses dauerhaftem Alltag eben auch Verbesserungen schaffen für sich selbst, für sein Familiensystem und zwar so wie es individuell dann Sinn macht.

00:33:47: Und ganz wichtiger Aspekt auch in der Mutter-Kind-Chur heißt jetzt mittlerweile auch Elternkindchur nimmt man eben auch die Kinder immer mit.

00:33:55: Die sind nicht vorgesehen, dass dann auch mal nur einzelne Elternteile kommen und die Kinder zum Beispiel bei Großeltern oder Partner-Partnerinnen untergebracht sind.

00:34:03: Sondern es ist per Definition

00:34:05: immer mit Kindern.

00:34:06: Auch nicht ganz unwichtig weil die Kinder müssen natürlich diesen Wechsel auch gut schaffen.

00:34:10: Sie gehen dann dort in die Schule haben

00:34:11: da ein anderes System.

00:34:12: für manche funktioniert das super, für mancher funktioniert das aber nicht so gut.

00:34:17: Dann der Schulunterbrechung

00:34:18: etc.,

00:34:18: Kindergartenunterbrechen darf man auch nicht unterstützen.

00:34:22: Ich muss sagen, für mich.

00:34:23: Ich habe mir auch immer wieder überlegt, ob es für mich eine Option wäre und ich hab jetzt glücklicherweise wirklich sehr viel Glück, dass mein Mann schon

00:34:31: wenn er

00:34:32: im Abend... also wenn er nicht arbeitet ist wie auch das er halt super viel da ist und mithilft.

00:34:38: Und dann dachte ich, wenn ich auf dieser Kur bin dann bin ich am Wochenende wieder alle ein mit den Kindern und am Abend.

00:34:45: Das ist ja noch, also für mich war das.

00:34:47: aber ich weiß natürlich auch dass es viele Frauen gibt die halt die Unterstützung daheim nicht haben, weil da ist eine Scholle hier oder

00:34:58: eben für alle die kein gutes Unterstützungsnetzwerk haben, da ist es eine sehr wertvolle Sache.

00:35:04: Und man lernt halt, also wenn ich so meine Freundin anguckt, die das schon gemacht hat.

00:35:08: Man lernt auch Sachen wie Entspannungstechnik und was tut mir eigentlich gut?

00:35:12: Man kann mal ausprobieren.

00:35:14: Mag ich lieber Sport oder mag ich lieber kreativ sein oder brauche Gespräche oder so?

00:35:18: Also das fand ich glaube ich, wenn man deshalb... Jetzt kann man ja nicht im Alltag alles immer gleich ausprobierend.

00:35:23: Die haben da glaub ich schon davon profitiert und auch manchmal etwas entdeckt für sich, was sie weiter in den Alltag mit rein tragen konnten.

00:35:30: Ja.

00:35:32: Okay!

00:35:34: Was werdet ihr denn...?

00:35:35: Was wäre dir denn ganz wichtig, dass die Leserinnen deines Buchs und die Hörerinnen dieses Podcast mitnehmen oder in Zukunft dran denken?

00:35:47: Also ich glaube um es kurz zu fassen ist es ... nehmt Mütter- und ihre Belastungen erst.

00:35:54: Ich glaub das wär so mein

00:35:58: Kanonfest jetzt.

00:36:00: Ja, kursknackig!

00:36:01: Und wir unterschreiben sie alle.

00:36:06: Sehr gut.

00:36:07: Okay, wenn man jetzt mehr von dir erfahren will, erzähle uns kurz von deinem Buch das du geschrieben hast um diese Botschaft deine Kernbotschaft in die Welt zu tragen und wo man dich vielleicht sonst noch finden oder dir folgen kann und mehr von deiner Arbeit aufhört.

00:36:21: Genau also mein Buch erscheint jetzt im April und am Chatauerverlag heißt eben Burnout bei Müttern erkennen und behandeln und in der Unterüberschrift eben explizit selbst für Sorge und selbst mitgefühlt stärken.

00:36:32: Das ist auch der Kerninhalt und ist aber ein Fachbuch.

00:36:36: Ja, das heißt es ist für allen Fachpersonen geschrieben und adressiert dass die eben auch spezifische Mütter Angebote haben, dass sie auf die spezifikischen Belastungen kennen.

00:36:47: Es enthält dabei auch einen ganzen Schwung Arbeitsblätter und Immaginationen so dass ich auf jeden Fall denke das interessierte Lein und auch Anwender und Betroffene da auch profitieren könnten und sowas ja auch in der Selbstanwendung natürlich nicht verboten ist zu genützen.

00:37:02: Und genau, das ist vielleicht dazu zu sagen.

00:37:05: Ob es da einen zweiten Schritt mal noch was dann für die Mütter selbst gibt muss ich mal gucken.

00:37:11: aber jetzt ist es erstmal ein Fachbuch und ansonsten findet man nicht eben meiner Praxis in Berg am Stammbägersee und wie gesagt ich behandle mittlerweile überwiegend Müttern in verschiedenen Phasen auch Kinderwunschpatientinnen und Schwangere großes Klientel, geht es oft um Ängste und genau kann man auch mit wenigen Sitzungen doch viel bewirken.

00:37:37: Alles klar!

00:37:38: Für die interessierten Fachpersonen unter unseren Hörerinnen wird es ein... Es gibt welches, Herr Katarina?

00:37:47: Ja, ja.

00:37:49: Da bin ich sicher.

00:37:51: Wir dürfen einen Exemplar verlosen und dafür schreibt uns doch bitte gerne eine Mail an infoatmamafürsorge.com.

00:38:00: Machen wir für Sorge mit Ue.

00:38:03: Und alle anderen weiteren Infos über den Erscheinungstermin und dem Titel, wo ihr es findet und wo ihr die Frau Dr.

00:38:12: Perdl Rudolf findet werden wir euch wie immer in die Show Notes verlinken.

00:38:16: Und damit würde ich mich ganz herzlich bedanken für dieses tolle Gespräch, dieses wichtige Thema und die wichtige Arbeit da mehr Fokus auf die Belastungen zu legen und dafür zu kämpfen dass sie gesehen werden.

00:38:29: Und auch danke für die Zeit und das Gespräch.

00:38:33: Sehr gerne, ich danke

00:38:34: auch für die Einladung!

00:38:36: Danke dir!

00:38:38: Tschüss!

00:38:39: Bis zum nächsten Mal!

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